Neuerungen im Polymer Flow Module


Für Nutzer des Polymer Flow Module bietet COMSOL Multiphysics® Version 6.4 die Möglichkeit, Aushärtungsprozesse sowohl in Fluiden als auch in Feststoffen zu modellieren, ein neues Feature zur einfachen Festlegung der Periodizität für die Strömung zwischen zwei oder mehr Rändern sowie die Option, einen Drucksprung über die Grenze zwischen freiem und porösem Medium einzubeziehen. Weitere Informationen zu diesen Updates finden Sie unten.

Aushärtung in Feststoffen

Die Aushärtung von Materialien wie Verbundwerkstoffen und Klebstoffen, bei denen thermische Effekte für die Produktleistung entscheidend sind, kann nun sowohl für Fluide als auch für Feststoffe modelliert werden. Das Interface Curing Reaction wurde erweitert, um die direkte Modellierung von Aushärtungsprozessen in festen Materialien zu unterstützen. Die erweiterte Kopplung Curing Reaction Heating verbindet die Interfaces Heat Transfer in Solids und Curing Reaction und ermöglicht so zuverlässige Vorhersagen des temperaturabhängigen Aushärtungsverhaltens.

Die Benutzeroberfläche von COMSOL Multiphysics zeigt den Model Builder mit dem hervorgehobenen Knoten Curing Reaction Heating, das entsprechende Einstellungsfenster und ein Isolatormodell im Grafikfenster.
Die Benutzeroberfläche mit der ausgewählten Multiphysik-Kopplung Curing Reaction Heating zeigt das entsprechende Einstellungsfenster.

Periodic Condition

Die Interfaces Darcy's Law und Richards' Equation enthalten jetzt das neue Feature Periodic Condition, mit dem sich die Periodizität der Strömung zwischen zwei oder mehr Rändern festlegen lässt. Darüber hinaus ist es möglich, einen Druckunterschied zwischen Quell- und Zielrand zu erzeugen, indem entweder der Drucksprung direkt angegeben oder ein Massenstrom vorgegeben wird. Das Modell Estimating Permeability from Microscale Porous Structures veranschaulicht dieses neue Feature. Periodic Condition wird in der Regel verwendet, um repräsentative Volumenelemente zu modellieren und effektive Eigenschaften für die Verwendung in homogenisierten porösen Medien zu berechnen.

Die Benutzeroberfläche von COMSOL Multiphysics zeigt den Model Builder mit dem hervorgehobenen Knoten Periodic Condition, das entsprechende Einstellungsfenster und ein Modell eines porösen Mediums im Grafikfenster.
Das neue Feature Periodic Condition wird verwendet, um die Permeabilität eines porösen Mediums zu schätzen, das aus einer periodischen Anordnung von Kugeln besteht.

Drucksprungoption für Free and Porous Media Flow Coupling

Free and Porous Media Flow Coupling verfügt über eine neue Option, um einen Drucksprung über die Grenze zwischen freiem und porösem Medium hinweg einzubeziehen. Damit lassen sich beispielsweise der osmotische Druck an einer semipermeablen Membran, die von einem porösen Abstandsmaterial gestützt wird, oder ein Drucksprung aufgrund des Kapillardrucks bei einer Mehrphasenströmung modellieren. Das Tutorial-Modell Reverse Osmosis Water Desalination veranschaulicht diese neue Option.

Die Benutzeroberfläche von COMSOL Multiphysics zeigt den Model Builder mit dem hervorgehobenen Koppelungsknoten Free and Porous Media Flow, das entsprechende Einstellungsfenster und ein Modell einer Entsalzungsanlage im Grafikfenster.
Das neue Kontrollkästchen Include pressure jump across free-porous boundary für Free and Porous Media Flow Coupling wird verwendet, um den osmotischen Druck an einer dünnen semipermeablen Membran in einer Entsalzungsanlage zu modellieren.